subject: scanditrain - märklin-models - scandinavia - NOHAB´s 
update:  2008-09-03
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Die NOHAB´s:

Eigentlich ist die Überschrift ja schon mal falsch. Die schwedische Lok-Schmiede Nydqvist och Holm AB (kurz NOHAB) in Trollhättan hat als Hersteller von Dampfloks begonnen und dann alle möglichen Loks gebaut. Am berühmtesten sind aber die "Rundnasen" geworden, die oft kurzerhand nach dem schwedischen Hersteller benannt werden. Die Fabrik selbst existiert nicht mehr.

Der diesel-elektrische Sechsachser ist ein Lizenzbau der amerikanischen Firma General Motors (GM), die Ähnlichkeit mit den amerikanischen F-units ist unverkennbar. Die von NOHAB in den Jahren 1954 bis 1969 gebauten 159 Loks gingen nach Dänemark, Norwegen und Ungarn.
( Exkurs: Auch die belgische Firma Anglo-Franco-Belge (AFB) baute 1955 bis 1957 insgesamt 48 Nasenloks in Lizenz. Diese gingen nach Belgien und Luxemburg ).

In den neunziger Jahren wurden die Lokomotiven verstärkt ausgemustert, die letzten beendeten 2000 bei der NSB Ihren Dienst. Aber es ging weiter: viele dänische und norwegische Lokomotiven wurden von "Privatbahnen" gekauft und sind weiter unermüdlich im Einsatz - von den erhaltenen und betriebsbereiten Museumsstücken ganz zu schweigen. So haben es die NOHAB´s sogar zeitweise bis nach Süddeutschland zur bayerischen Oberlandbahn geschafft, von den Einsätzen in Sizilien und im Kosovo ganz zu schweigen.

Mehr Info´s, Bilder  und komplette Listen zu allen Arten dieser Lok (einschließlich ihres Verbleibs) gibt es hier : http://www.diesellok.lu
 

Die technischen Daten
Baujahr/Anzahl Gewicht in Tons Leistung in PS Achsfolge V/Max in km/h Länge in mm
Dänemark MV 1954 / 4 99 1700 A1A` A1A`  133 18900
Dänemark MY 1955-1965 / 55 102 1950 A1A` A1A`  133 18900
Dänemark MX 1960-1962 / 45 89 1445 A1A` A1A`  133 18300
Norwegen Di3a 1954-1969 / 32 102 1775 Co` Co`  105 18600*
Norwegen Di3b 1958-1959 /3 103 1775 A1A` A1A`  143  18900
Die dänische MV wurden bis 1968 als MY geführt (MY 1101 - MY 1104). Als Museumslok ist MY 1101 aber wieder unter der alten Bezeichnung unterwegs.
Die norwegischen Di3b (Di3.641 - Di3.643) waren ursprünglich für Finnland bestimmt, daher die abweichenden Daten
*Di3.622 und 3.623 stammen ebenfalls aus dem Finnland-Los, wurden aber bis auf die Länge (18900mm) angepasst.
 

Die norwegische Di 3

Als erste Lok wurde Di3.602  Ende 1954 ausgeliefert und danach in Schweden und vor allem in Norwegen erprobt, machte aber auch Vorführfahrten bis in die Türkei. In der damals olivgrünen Lackierung "Demonstrator" war sie Vorbild für das entsprechende MÄRKLIN-Model.  Es folgten die Loks bis zur Nummer 633, sowie die Loks 641 bis 643 mit nur vier statt sechs angetriebenen Achsen (siehe oben). Die Maschinen waren zunächst dunkelgrün und wurden in den 60er Jahren rotbraun lackiert, jeweils mit einem cremfarbenen weißen Längsstreifen. Dies ist die von MÄRKLIN auf den Modellen gezeiget Lackierung. In den 80er Jahren wurden dann die Loks in einem helleren rotbraun lackiert, der Längsstreifen entfiel.
Auffallend sind u.a. die Fenstergitter, die zum Schutz gegen Eiszapfen in den Tunnels angebracht wurden. Später wurden sie durch Panzerglas ersetzt, allerdings nur am Führerstand eins. Die Loks wurden nach Möglichkeit immer mit Führerstand eins voran eingesetzt, weil der direkt hinter Führerstand 2 liegende Generator für die elektrische Zugheizung sehr laut war. Konsquenz: in den Endbahnhöfen wurden die aus der Dampflokzeit vorhandenen Drehscheiben weiter verwendet.
 

Die dänischen MV, MY und MX

Die dänische MV war Anfang 1954 die erste GM-Lizenzlok in Europa. Die MV kann dabei gegenüber der mit einem stärkeren Motor ausgerüstetet MY als Vorserienlok bezeichnet werden. Die später gebaute MX wurde als leichtere Nebenbahnvariante eingesetzt. Sie ist äusserlich durch die geänderte Anordnung der Lüfter und die etwas geringere Länge recht gut von den anderen NOHAB`s zu unterscheiden. Die dänischen Loks haben gegenüber den norwegischen eine unauffällige Tür an den Stirnseiten. (Technische Details oben im Kasten). Viele dänische Loks sind nach 2000 bei schwedischen "Privatbahnen" gelandet.
 
 

Fabrikschild der dänischen MX 1031


Von MÄRKLIN gibt es - für Skandinavien - bis 2008 folgende Modelle:
- diverse Varianten der dänischem MY in weinrot und rot-schwarz
- die dänische MY 1126 in blauen Design "Elektronik
- die dänische MY 1135 als letzte ihrer Art bei der DSB als dunkelblaue Dienstlok 80 86 00 - 21 135-7
- diverse Varianten der norwegischen Di3 in rot und grün
- Di 3.628 als norwegische Bahndienstlok in gelb mit Schneepflug
- den "Demonstrator", die erste GM-Lok als Vorführmodell ( die spätere Di3.602 )
- die MY 1108 in der Version als dänische Hilfszuglok und als TMY106 der TÅGAB im Design " GREAT NORTHERN"
- die MY als schwedische Version der TÅGAB TMY102 in silbern (ex DSB MY 1128)
 
 
Zwei Typbilder :
Di 3.633 der NSB und TMY103 von TÅGAB (die frühere dänische MY1123)
Noch mehr Bilder, Info´s und Links zum Original auf http://train.scanditrain.de - siehe links in der Navigation ("die Originale")